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Wie Veränderung gelingt

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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

 

Wie heißt es so schön: der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Hast du schon mal in deinem Haushalt eine klitzekleine Veränderung vorgenommen, nix Dolles, nur z.B. dem Haken für die Geschirrtücher einen neuen Platz in deiner Küche gegeben. Wie oft rennst du –aus purer Gewohnheit- zu dem alten Haken, bis dein Hirn endlich begreift: es hat sich etwas verändert!?

Oder Du hast zu Silvester den Entschluss gefasst, mit dem Rauchen aufzuhören oder mehr Sport zu treiben usw… Du kennst das. Wie lange hat es gedauert, bis du zu deiner alten Gewohnheit zurückgekehrt bist??

 

Unser Gehirn auch…

Wenn Veränderung bedeutet, sich in der gleichen Situation anders zu verhalten und nicht mit den gewohnten Gedanken und daraus resultierenden Gefühlen und Überzeugungen zu reagieren, dann müsste ich ja nur meine Gedanken verändern. Klingt erst mal simpel. Unser Hirn mag aber das was es kennt. Es ist ständig damit beschäftigt einen Zustand der Kohärenz (Stimmigkeit) in unserem System aufrechtzuerhalten und verbraucht dafür schon ¼ seiner Energie. Veränderungen bedeuten daher erst mal Unruhe und Chaos. Auch wenn das Bekannte ungünstig ist, so ist es doch vertraut.

Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, dass jedes Mal, wenn wir einen Gedanken denken, in bestimmten Bereichen des Gehirns ein elektrischer Stromfluss stattfindet und eine Vielzahl von Neurochemikalien ausgeschüttet werden. Das erfahren wir dann als Gefühl oder Emotion. Mit jedem Gedanken vernetzen sich unsere Nervenzellen und je öfter ich etwas denke, desto stärker und intensiver wird die Vernetzung ausgebaut. Die meiste Zeit sind wir in unseren gewohnten Gedankenschleifen unterwegs, treffen die gleichen Entscheidungen, machen die gleichen Erfahrungen und reagieren mit den gewohnten Emotionen.

 

Neue Wege gehen

Da unser Hirn bis ins hohe Alter veränderbar ist, die Hirnforscher nennen das Neuroplastizität, ist es tatsächlich so, das neue Gedanken zu neuen Überzeugungen, Haltungen, Einstellungen und Emotionen führen und damit unsere alten Gewohnheitsmuster nachhaltig verändern können.

 

Mindfulness

Ein erster Schritt in diese Richtung, könnte darin bestehen in eine Art Beobachterrolle zu schlüpfen, die Gedanken zu überprüfen und zu hinterfragen. Öfter mal inne zu halten und mich zu fragen, ist das, was ich gerade denke, wirklich wahr? Und wie wäre es, wenn ich mir mal einen anderen, neuen Gedanken erlauben würde? Wer wäre ich ohne den alten Gedanken?

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren!

 

URSULA ENGEL, MINDFULNESS ADVISOR